Multi-Body-Lasten, kombinierter 3D-Schwerpunkt und vereinfachte Handgelenksanalyse (J4/J5/J6) — strukturierte technische Ersteinschätzung für anspruchsvollere EOAT-Konzepte.
Warum der einfache Quick Check oft nicht reicht
Ein Körper reicht oft nicht
Greifer, Werkstück, Werkzeugwechsler und Sensorik addieren sich zu einer kombinierten Last, die der einfache Quick Check nicht vollständig abbildet.
Schwerpunkt in drei Dimensionen
Bei komplexen EOAT-Konzepten liegt der kombinierte Schwerpunkt selten auf der Z-Achse. Die X/Y-Verschiebung belastet J4 und J5 asymmetrisch.
Wissen, was limitiert
Ob Payload, J4-Moment oder J5-Trägheit die bindende Grenze ist, verändert das Auslegungskonzept grundlegend.
Was die erweiterte Analyse liefert
Multi-Body-Lastmodell
Werkzeug, Werkstück, Werkzeugwechsler, Sensorik — jeder Körper separat parametrierbar.
Kombinierter 3D-Schwerpunkt
Aggregiertes X/Y/Z aus allen aktiven Lastkörpern, sichtbar und nachvollziehbar.
Vereinfachte Trägheit
Principal-axis-basierte Trägheitsaggregation für eine erste belastbare Einschätzung.
J4/J5/J6-Achsenbewertung
Momente, Trägheiten und Auslastung pro Handgelenksachse — explizit ausgewiesen.
Governing Constraint
Zeigt explizit, welcher Parameter die Bewertung aktuell dominiert — Payload, Moment oder Trägheit.
Assumptions & Warnings
Explizite Transparenz über Modellgrenzen und Annahmen — ein Qualitätsmerkmal, kein Fehler.
So sieht die erweiterte Analyse aus
Quick Check oder Full Check — was passt wann
Quick Check reicht, wenn
- →Einfache Greifer-Bauteil-Kombination (single body)
- →Schwerpunkt nahe der Z-Achse
- →Schnelle Plausibilisierung in Vertrieb oder Konstruktion
- →Ergebnis wird für interne Diskussionen benötigt
- →Standard-Greifer ohne komplexe Adapterplatten
Full Check empfohlen, wenn
- →Mehrere Lastkörper kombiniert werden (Tool + Adapter + Sensor)
- →3D-Schwerpunkt relevant ist (X/Y-Versatz nicht vernachlässigbar)
- →J4/J5/J6-Achsbelastung explizit bewertet werden soll
- →Grenzwertige Auslastung nahe der Traglastgrenze vorliegt
- →EOAT-Konzept mit Werkzeugwechsler geplant ist
- →Technisches Kundengespräch eine strukturierte Basis braucht
Stage 3A Engineering Estimate. Das Tool liefert eine technische Ersteinschätzung — keine verbindliche Herstellerfreigabe, kein Ersatz für Load Diagrams oder vollständige Roboterauslegung.
Was den Full Check belastbar macht
Transparent über Annahmen
Assumptions & Warnings sind explizit sichtbar. Wir sagen Ihnen, wo das Modell vereinfacht — das ist ein Qualitätsmerkmal, kein Fehler.
Herstellerneutral
Das Tool arbeitet mit generischer Stage-3A-Logik, adapterfähig für spätere herstellerspezifische Profile.
Klare Abgrenzung
Full Check ist keine Integrationsfreigabe. Was er liefert: strukturierte technische Klarheit in frühen Projektphasen.
Modellgrenzen und Geltungsbereich
Stage 3A Engineering Estimate. Keine verbindliche Herstellerfreigabe, keine vollständige Achs- und Bahndynamiksimulation, kein Sicherheitsnachweis.
Die Trägheitsbetrachtung ist vereinfacht (principal-axis-Logik). Für sicherheitskritische Anwendungen oder normative Freigaben sind herstellerspezifische Load Curves und Integrationsfreigaben maßgeblich.
Optimiert für die Vorprojektierung und den Presales. Für Phase 3B (herstellerspezifische Profile) wird das Modell in einer künftigen Version erweitert.